RSV-Arbeitskreis 1.2: Druckleitungen

Sanierung von Abwasserdruckleitungen mittels Schlauchlining

Schlauchlining als wirtschaftliche Methode zur grabenlosen Rohrsanierung ist schon seit mehr als 45 Jahren im Abwasserbereich im Einsatz. In den letzten Jahren rückt die Sanierung von Abwasserdruckleitungen mittels vor Ort härtendem Schlauchlining verstärkt in den Focus der Netzbetreiber, die wirtschaftlich sinnvolle und nachhaltige Sanierungskonzepte umsetzen. Der RSV hat hierzu ein Merkblatt erstellt, welches die normative Basis darlegt, Anforderungen an Materialien, Techniken und Verfahren definiert sowie die Grundlagen der Planung, Ausführung und Prüfung beschreibt. Das System Druckschlauchliner, bestehend aus dem Schlauchliner sowie seinen Anbindungen und Anschlüssen in das Druckleitungsnetz wird hier erstmals definiert und auf Basis von typischen Betriebsbedingungen in einem Druckrohrsystem die Anforderungen an die Qualitätssicherung festgelegt.

An wen richtet sich das Merkblatt?

An Auftraggeber für die Sanierung von Druckrohrleitungen, aber auch an Ingenieurbüros und ausführende Unternehmen sowie Hersteller. Sie erhalten für diesen speziellen Anwendungsfall eine Orientierung von der Planung über die Ausschreibung bis zu Einbau und Qualitätssicherung.

Was steht drin?

Das Merkblatt stellt die normative Basis des Druckschlauchliner-Verfahrens dar und definiert die Anforderungen an Materialien und Techniken. Neben grundsätzlichen Hinweisen zum Druckschlauchlining werden auch Verbindungstechniken und Anschlusstechniken behandelt. Inzwischen gibt es auch ein vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) anerkanntes Prüfverfahren, das eine Standardisierung für die Qualitätssicherung von Druckschlauchlinern bietet.

Was ist das Besondere?

Der RSV hat nun erstmals Gesamtanforderungen an das System definiert und schließt damit die Lücken im vorhandenen Regelwerk.

Wer bei der Erstellung des Merkblattes mitgewirkt?

Im Arbeitskreis 1.2 „Renovierung von Abwasserdruckleitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining“ sind ausführende Unternehmen, Systemhersteller, Prüflaboratorien und Netzbetreiber tätig. Von Seiten der Entwässerungsbetriebe waren Verantwortliche aus Bremen, Hamburg und Köln dabei. Die Leitung des Arbeitskreises haben Delia Ewert (Hamburg Wasser) und Dr. Susanne Leddig-Bahls inne.