Umweltministerin: "Deutschland braucht eine nationale Wasserstrategie"

(8.10.2020) Das Bundesumweltministerium hat den Nationalen Wasserdialog abgeschlossen. Ergebnis: umfassende Handlungsempfehlungen zu unterschiedlichen Themenfeldern von mehr als 200 Expertinnen und Experten. Die Empfehlungen  sollen nun in eine nationale Strategie einfließen, damit Länder und Kommunen künftig besser mit klimabedingter Wasserknappheit umgehen können. Die Grünen-Bundestagsfraktion hat bezeichnete den Nationalen Wasserdialog hingegen als Zeitverschwendung.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Unser Land ist zum Glück noch weit von einem Wassernotstand entfernt. Ich will, dass das in Zeiten des Klimawandels auch in Zukunft so bleibt. Deutschland braucht daher eine nationale Wasserstrategie." Zu den Herausforderungen zählte sie die Schadstoff-Belastungen der Gewässer, die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Wasserökosysteme und die Sicherung der Daseinsvorsorge. "Die Ergebnisse sind eine gute Grundlage für die erste nationale Wasserstrategie, die wir im Bundesumweltministerium ab heute erarbeiten werden.“

Der Nationale Wasserdialog war 2018 vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt initiiert worden. "Der nationale Wasserdialog war Zeitverschwendung", kritisierte die für Umweltpolitik und Umweltgesundheit zuständige Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bettina Hoffmann: "Was die Bundesumweltministerin jetzt liefern muss, sind gesetzliche Vorschriften zum Schutz des Wassers. Künftig muss ein Nutzungsvorrang für die Trinkwasserversorgung gegenüber Industrie und Landwirtschaft gelten."

Alle Ergebnisse des Nationalen Wasserdialogs sowie weiterführende Informationen finden Sie unter www.bmu.de/wasserdialog.

Zurück